Herzlich wilkommen . . . . .

Stadtkirche

Geschichte Die Kirche wurde im Jahr 1250 in romanisch-gotischem Übergangsstil erbaut, fünfzig Jahre vor der ersten urkundlichen Erwähnung der Stadt Heiligenhafen. Sie gilt als frühes Zeugnis der Christianisierung Norddeutschlands, die etwa ab dem Jahr 1000 einsetzte. Als Inhaber der Pfründe ist der Kirchherr Hermann von Heiligenhafen für das 13. Jahrhundert überliefert.

Die Kirche wurde mehrfach baulich verändert, ihre heutige Gestalt erhielt sie in den 1950er Jahren. In den 1970er Jahren wurde der Innenraum neu bestuhlt und der Altar neu gestaltet, 1974 wurde eine neue Orgel eingebaut.

Ausstattung Im Innenraum findet sich als ältestes Kunstwerk eine Figur des Heiligen Christophorus. Im Altarraum befinden sich Statuen von Adam und Eva, vermutlich Geschenke eines dänischen Königs. Im Kirchenschiff hängen Schiffsmodelle. Ein Epitaph des Bildhauers Thomas Quellinus aus dem Jahr 1698 über einem Seitenausgang erinnert an den Seefahrer Moritz Hartmann und gilt als ein bedeutendes Kunstwerk des Spätbarock.
Kirchenglocken Die 1553 vom Glockengießer Karsten Middeldorp geschaffene Glocke wurde 1901 eingeschmolzen. 1673 goß Nikolaus Gage eine weitere Glocke für die Kirche. Das heutige Geläut besteht aus drei Gussstahlglocken aus dem Jahre 1901, gestimmt auf d‘, f‘ und as‘.
Wissenwertes Theodor Storm erwähnte die Kirche in seiner 1882 erschienenen Novelle Hans und Heinz Kirch und beschreibt deren Innenraum:

„Auch Kapitän Kirch selber konnte es sonntags beim Gottesdienst nicht unterlassen, von seinem Schifferstuhle nach unten in die Kirche hinabzuschielen, wo sein schmucker Junge bei der Mutter saß. Unterweilen schweiften auch wohl seine Blicke drüben nach dem Epitaphe, wo zwischen mannigfachen Siegestrophäen sich die Marmorbüste eines stattlichen Mannes in gewaltiger Allongeperücke zeigte“