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Zeltlager 2016

11.8.2016, Donnerstag

Wetterbericht sagt, ab 12 Uhr Regen und ab 17 Uhr Regen.

Das war unser Signal am frühen Morgen. Abbauen bis es regnet und das schnell. Denn wir wollten alle Zelte trocken abbauen. Plastik Zelte kann man ruhig nass abbauen und dann aufhängen. Die sind nicht schwer. Unsere dagegen werden sehr schwer wenn es regnet. Sie sind aus Baumwolle. Und wir wollten keines der Zelte im nassen Zustand abbauen, auch wenn wir uns schon einen Platz zum Trocknen reserviert hatten vom Platz aus.

Und es ging super und Petrus war uns hold. Alle Zelte konnten trocken eingepackt werden. Und alle Kinder haben mitgeholfen. Heringe sauber gemacht, Seile aufgewickelt, Feuerschalen geleert, Kisten sortiert, Müll gesammelt und und und. Am Abend hat Tobi dann noch den Grill angefeuert und leckere Dinge für uns gegrillt. Die letzte Nacht haben wir im Kaminraum verbracht im Haus der Welfen. Es war sehr gemütlich und warm.

10.8.2016, Mittwoch

Man merkt im Lager, dass die Gedanken gen Ende des Lagers wandern. Einige der Kinder werden ruhiger und nachdenklicher. Denn es geht bald nach Hause. Einige Kinder freuen sich sehr darauf. Die anderen würden doch noch gerne etwas länger im Lager bleiben.

Heute wurde der Bunte Abend, oder anderen auch als Lagerzirkus bekannt, geplant. Die Kinder konnten wenn Sie wollten sich in Gruppen zusammen tun und Sketche oder ähnliches vorbereiten, die dann am Abend aufgeführt wurden. Der Abend ist auch dafür da um sich bei den Menschen im Lager zu bedanken, ohne die ein Sommerlager nicht funktionieren würde, die Mitarbeiter. Sie geben 14 Tage Ihrer kostbaren Sommerferien für das Sommerlager her und arbeiten dort. Die Vorbereitung darf auch nicht vergessen werden. Die beginnt meist schon ein halbes Jahr vorher. Und das ist schon recht knapp gerechnet. Alle Mitarbeiter des Lager bekamen eine kleine Kiste mit verschiedenen Dingen.

Ein Frühstücksbrett, für das gemütliche beisammensein. Seifenblasen damit man immer etwas zum schmunzeln und erfreuen hat, genauso wie die Karnevalströte aus Papier die sich ausrollt. Ein bisschen Schnuckzeug war auch dabei. Und noch ein paar Dinge die den Rahmen hier sprengen würden. Zwischendurch wurden Lieder gesungen und Tschai getrunken bis wir den Abend mit einem Abschlusskreis beendet haben.

8.8.-9.8.2016, Montag/Dienstag

Heute hatte unser zweites Geburtstagskind seinen persönlichen Tag. Jona aus Solingen hatte ihren 14. Geburtstag und wurde von allen hochleben gelassen.

Nach den Diensten war es dann soweit, dass Zwei Tage Geländespiel startet. Die Kinder packen Ihre Schlafsäcke und Isomatten sowie ein paar Wechselsachen ein. Dann geht es los. Martin Luther soll befreit werden damit er die Bibel zum Drucken zu Guttenberg bringen kann. Die Wache musste mit Met und Schlummertrunk außer Gefecht gesetzt werden. Und trotz der Befreiung kann er den Bürgern nicht ganz trauen und fordert einen Beweis von seinem Freund Friedrich dem Weisen und seine 95 Thesen. Erst dann gab Martin preis, welches Material er für das Schreiben der Bibel benötigt. Damit die Gruppen nicht so viel Geld ausgeben mussten, konnte man auch untereinander im „Kampf“ sich die wertvollsten Teile erspielen. Die Nacht wurde am Rand des Elbe Seiten Kanals verbracht um am nächsten Tag die Druckvorlage für die Bibel näher an Guttenberg zu bringen.

Nach dem Mittagessen erlebten wir dann die Flucht der Nonnen aus dem Kloster. Unter ihnen Katharina von Bora. Die spätere Ehefrau von Martin. Durch die Bücher und die ins Deutsche übersetzte Bibel konnten jetzt auch die Nonnen lesen und verstehen was in der Bibel stand. Die Nonnen wollten fliehen, wurden jedoch festgehalten. Und nur mit einer List gelang es Ihnen hinaus zu kommen

7.8.2016, Sonntag

Am heutigen Sonntag fand unser zweiter Gottesdienst im Lager statt. Martin Luther bekam eine Einladung aus Worms. Er soll Rechenschaft ablegen über die Bücher die er schreibt und über das was er über die Kirche sagt. Martin sagt, Gott liebt einen so wie man ist. Man braucht keine Angst vor ihm haben und muss sich nicht fürchten. Nach dem Mittagessen ging es das letzte Mal in diesem Zeltlager mit den Kanus zum Tankumsee. Der Abend war dann für alle frei. Es wurde zu früher Uhrzeit ein gemeinsamer Abschluss gemacht und die Kinder konnten hinterher noch spielen oder am Lagerfeuer singen.

6.8.2016, Samstag

Heute hatten wir den ersten Lager Geburtstag in diesem Jahr. Joni aus Heiligenhafen hatte heute seinen 12. Geburtstag. Gemeinsam haben wir für Ihn ein Geburtstagslied gesungen und ihn hochleben lassen. Das Besondere dabei ist, dass er von sechs Mitarbeitern hochgeworfen wird. Nach den Diensten ging es heute zum Shoppen nach Gifhorn in die Innenstadt. Dort konnten die Kinder heute einen Teil Ihres Taschengeldes ausgeben. Am Nachmittag gab es AG´s und es wurde das „Futtern wie bei Luthern“ vorbereitet.

Am Abend konnten wir dann gemeinsam gefüllte Teigtaschen mit Käse und Schinken, Rettich Salat, geschmortes Schweinefleisch mit Zwiebeln und Äpfeln, sowie einem Brotrezept aus dem Mittelalter zu uns nehmen. Und alle sind wir satt geworden. Bevor wir überhaupt essen konnten, kam der Herold zu uns ins Zelt und erklärte uns die Wichtigsten Regeln des Essens im Mittelalter.

 

5.8.2016, Freitag

Heute haben wir Freitag und die Hälfte des Lagers ist schon fast rum. Da wir heute super Wetter hatten, hat die Lagerleitung heute das Programm spontan verändert und es ging nach den Diensten wieder mit fast allen an den Tankumsee. Inklusive der sechs Kanus die wir momentan da haben. Das Mittagessen und den Kiosk haben wir kurzer Hand auch mit eingepackt. Sogar die Lagerleitung konnte dabei sein und etwas erholen. In der Mittagsruhe wurden wieder Geschichten von Lara vorgelesen denen aufmerksam gelauscht werden konnte. Am späten Nachmittag ging es wieder zurück zum Platz zum Abendessen.

Im Anschluss hatten wir unseren ersten Gottesdienst indem wir uns mit der Angst angefreundet haben. Denn wir konnten feststellen, dass auch die großen Bekannten Menschen in der Bibel schon Angst hatten. Wir sind also nicht allein damit. Und Wir wissen jetzt das man auch in gewissen Situationen die Angst braucht. In Klassenarbeiten zum Beispiel. Das haben uns Conni, Uta und Antje erzählt. Nach dem Gottesdienst gab es noch Zeit, eine Runde Werwolf zu spielen.

 

4.8.2016, Donnerstag

Petrus hat ein Erbarmen mit uns. Das Wetter ist wunderbar und wir haben spontan unser Programm für den Vormittag an den Tankumsee verlegt. Mittag gegessen und Mittagspause haben wir ebenfalls am See gemacht. Von dort aus ging es dann direkt zum Nachmittagsprogramm in den Wald zum Geländespiel.

Am Abend haben wir Martin nach Jahren des Klosterlebens wieder getroffen. Er lehrt mittlerweile Theologie an der Universität zu Wittenberg und gleichzeitig studiert auch er die Theologie. Eines Tages macht er einen Spaziergang und trifft dort einen Bauern, der ganz unglücklich ist. Die Ernte ist nicht gut ausgefallen und seine Familie hungerte sehr. Da hat er ein Brot gestohlen damit die Kinder etwas essen konnten. Die Ablassprediger Johann Tetzel trieb sein Unwesen in der Stadt. Er erzählte den Menschen, dass sie sich von Ihren Sünden freikaufen konnten mit den sogenannten Ablassbriefen. Auf dem Markt verkaufte er Menschen diese Briefe. Als Martin das mitbekommt wird ihm ganz anders und er muss weg. Weg von dem Markt. Das fühlte sich dort nicht richtig an. Martin kommt traurig und nachdenklich in seinem Turmzimmer an und denkt nach. Er liest viel in der Bibel und sucht nach Antworten für seine Fragen. Und er findet die Antwort in der Bibel:“ Wer an Gott glaubt und ihm vertraut, der braucht keine Angst zu haben.“ Martin war überglücklich über diese Entdeckung.

 

3.8.2016. Mittwoch

Das Wetter weiß immer noch nicht wo es hin möchte. Mal regnet es, dann ist es wieder trocken. Und es wandern imposante Wolkenformationen an uns vorbei.

Neben den bekannten AG´s kam heute die Knoten AG dazu. In dieser AG hatten die Kinder heute die Möglichkeit sich selbst Halstuchknoten zu binden. Und ja liebe Eltern, es sind auch pinkfarbene mit dabei. Nach der Mittagsruhe haben wir einen zweiten Versuch gestartet und sind gemeinsam an den Tankumsee gewandert. Die Kanus wurden auch dorthin gebracht.

Am Abend haben wir Luther wieder ein wenig weiter in seinem Leben begleiten können. Auch Martin und seine Eltern waren sich nicht immer einig und haben sich auch gestritten. Martins Vater wollte dass er Rechtswissenschaften studiert. Martin jedoch wollte dies nicht. Eines Tages als der Streit wieder zugunsten des Vaters ging, machte sich Martin wieder auf den Rückweg zur Uni nach Erfurt. Dort geriet er in ein Gewitter und hatte furchtbare Angst. Er bat Gott darum ihn zu verschonen. Als Gegenleistung wollte Martin auch Mönch werden. Und so geschah es. Er ging in ein Kloster und lebte dort.

 

2.8.2016, Dienstag

Petrus ist uns momentan nicht hold. Wir haben hier immer mal wieder Regen. Der Regen ist nicht stark, doch des Öfteren da. Das tolle ist, die Kinder waren so fleißig am Holz sammeln, dass wir genügend davon haben um unsere Versammlungsjurte und die Trockenjurte mit Handtüchern, T-Shirts und Hosen gut beheizen können.

Vormittags gab es die ersten AG´s. Papier schöpfen, Luther Laternen basteln, Kulissen wurden gebaut und der Erste Kontakt mit der Lateinischen Sprache wurde hergestellt. Die Kinder wollten wissen, da geschrieben wurde, was es bedeutet. Also wurde angefangen die Texte zu übersetzen.

Heute haben wir Martin in der Schule besucht. Er hatte Glück dass er in die Schule gehen konnte, denn das war zu seiner Zeit nicht üblich. Es gab auch mehr Jungs als Mädchen in den Schulen.

 

1.8.2016, Montag

Das erste Aufwachen im Lager. Irgendwie alles so dunkel. Und erst da fällt auf das man im kuschelig warmen Schlafsack im schwarzen Zelt liegt. Aufstehen, Schuhe anziehen und Halstuch um. Die erste Morgenwache am Fahnenmast. Das bedeutet die Kinder bekommen etwas vorgelesen. Eine Geschichte die zum kommenden Programm passt oder aber ein Vers aus der Bibel. Nach dem Frühstück wurden dann Schlafplätze eingerichtet. Viel Platz haben die Kinder nicht in den Zelten. Und damit man alles wiederfindet ist es gut aufzuräumen. Im Nachmittagsprogramm sind die Kinder gemeinsam losgezogen und haben die Gegend erkundet. Zwischendurch gab es von Thorben immer mal wieder ein paar Spielchen die er vorbereitet hatte. Und so ist den Kindern gar nicht aufgefallen, dass sie 5km gewandert waren. Für viele war es das erste Mal wandern.

Am Abend war dann die erste Möglichkeit, dass wir den jungen Martin Luther kennengelernt haben. Das war eine ganz andere Zeit. Seine Eltern waren sehr streng und wollten dass Ihre Kinder gebildeter sind, als die Eltern es sind. Denn Bildung bedeutete Wohlstand.

 

31.7.2016, Sonntag

Heute ging es endlich los.

Zeltlager wir kommen.

Nach dem Aussendungsgottesdienst in der Stadtkirche ging es endlich los ins diesjährige Sommerlager. Die Wölflinge wären am Liebsten schon viel früher losgefahren. Getroffen wurde sich in Neustadt am Bahnhof. Denn wir sind wieder mit dem Zug unterwegs. Das letzte Mal umsteigen war in Uelzen. Der Bahnhof war richtig schick, denn er wurde von dem Künstler F. Hundertwasser gestaltet. Und das war auch der Bahnhof wo die Kinder urplötzlich wieder wacher wurden. Noch 20 Minuten zum Lagerplatz. Der Hunger stieg. Dann ging alles ganz schnell. Abendessen und Begrüßung und der erste Kontakt mit Martin Luther wurde hergestellt. Und auf einmal lagen alle im Bett. Es dauerte nicht lange bis alle schliefen.